Flickr und die Reise um Island
/ Diese Überschrift ist übrigens ein Link zu ein paar Bildern auf meinem Flickrprofil.
Hallo!
Letztes Wochenende war ich mit Laura, die ich vom Sprachkurs in Berlin kenne, ihrem Freund Eric und meinem Mitbewohner Denis auf einem Roadtrip um Island. Man erklärte uns für unvernünftig, an einem Wochenende um Island zu fahren. Doch es erwies sich, obwohl einiger Zweifel als machbar und wunderschön. Wir sind gegen den Uhrzeigersinn von Westen nach Osten gefahren. Highlight des ersten Tages war mit Sicherheit der Jökulsárlón, der Gletschersee. Ich war dort zwar vor ein paar Wochen schon mal, aber damals nicht bei Sonnenuntergang und ohne Touristen. Besonders das Fehlen des Touristenbootes war vorteilhaft, so hatte der See keinerlei Wellen - und das war grandios.
Abends haben wir unseren Schlafplatz in dem beschaulichen Örtchen Reyðarfjörður gesucht. Problem: Die Ortschaft liegt nicht an der Hauptstraße, die um Island führt. Da es schon spät war, haben wir etwas die Übersicht verloren und sind in einen Schotterweg eingebogen, der sich im Nachhinein als “F-Road” herausstellte, was bedeutet, dass dieser Weg ausschließlich mit Allradfahrzeugen, sprich Jeeps, befahren werden darf. Wir erinnern uns: Wir hatten einen kleinen Furz-Daihatsu. Spätestens als die Straße von Schotterbelag in Steinbelag wechselte war klar, dass irgendetwas faul ist. Zu allem Überfluss, aber auch zu unserer Freude/Überraschung, fing es an zu schneien. Nach ca. 1 Stunde langsamer, vorsichtiger Fahrt voller Schläge gegen den Unterboden sind wir heil im Ort angekommen. Dort haben wir dann weitere 30 Minuten unseren Schlafplatz gesucht. Seltsames Work Camp: dreckig, keine Duschen, bunte Wände, seltsame Räume, aber nette Menschen - obwohl der nachts in der Toilette auf einem Sofa sitzende, Kopfhörer tragende, Porno schauende Chinese etwas seltsam war. Anyway, Schlafplatz ok und für lau. Morgens sind wir dann in das nächste Schwimmbad eingekehrt um zu duschen - mehr nicht.
Weiter ging’s Richtung Norden, nächste Stopp: Akureryi (Islands zweitgrößte Stadt, 17500 Einwohner). Zwischendurch haben wir u.a. den stärksten Wasserfall Europas besucht, der Dettifoss. Er ist 100m breit, 45 tief und schafft 200 Kubikliter Wasser pro Sekunde (!). Ehrfürchtig haben wir uns die Wassermaßen angeschaut und vor allem die gegenüberliegende Schlucht gefeiert und uns daraufhin ein Käsebrot mit Tee gegönnt - es war übrigens sehr, sehr kalt und windig.
Abends waren wir in dem beschaulichen Städchen Akureryi, was definitiv eine Reise wert ist und ich werde es mit Sicherheit noch einmal besuchen. Diesmal war es allerdings nur eine Schlafstation. Am nächsten Tag sind wir die Küste entlang gefahren und haben die Haupstraße wieder verlassen, diesmal ein freundlicher Schotterweg, um Robben zu sehen - ein Wal war leider nicht zu erspähen.
Nach den Robben und weiteren Käsebroten ging’s dann nach Reykjavík. Achja, zwischendurch waren wir noch bei etlichen heißen Quellen, dampfenden Bergen, tollen Aussichten, Wasserfällen, einem sehr großen See, dem tollen Lavasteinfeld Dimmuborgir und in einem Tunnel, das unter dem Meer verläuft.
Morgen steht wohl einer der letzten Ausflüge für dieses Jahr an. Wir gehen wandern im Landmannalaugar (=Landmannaloigar), haben uns einen Jeep gemietet und hoffen auf Berge und nicht allzu schlechtes Wetter.
Takk og bless bless!